Über innere Gärten, Intuition und stille Transformation – Simona Rosser im Gespräch

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Interview mit Simona Rosser
Interview zum Soulgarden-Orakelset

Schon seit über zwei Jahren gehört Simona Rosser zu meinen liebsten Wegbegleiterinnen. Sie ist Mentorin, Künstlerin und Gründerin von Flow to Bloom. Mit ihrer ganzheitlichen Methode verbindet sie modernes Coaching, kreative Prozesse, Intuition und Energiearbeit, um Frauen dabei zu begleiten, mehr Klarheit, innere Stärke und schöpferischen Flow in ihr Leben zu bringen. Durch ihre langjährige Erfahrung als Grafikdesignerin, Illustratorin und Coach schafft sie Räume für persönliche Entwicklung, Selbstführung und kreative Entfaltung – immer mit dem Ziel, Menschen zurück zu ihrer eigenen Wahrheit und ihrem Potenzial zu führen.

Im letzten Jahr hat sie ein wunderschönes Kartenset herausgebracht, das ich nun schon einige Monate besitze und sehr gern in meine Coaching- und Energiearbeit einbringe. Da ich es nicht nur wunderschön finde, sondern es sehr unterstützend ist, habe ich sie gefragt, ob sie mir einige Frage dazu beantwortet. Ich freue mich, dass sie uns mehr über ihre Arbeit und ihr Orakelset „Soulgarden“ erzählt.

Simona, was war der Auslöser oder die Inspiration dafür, gerade ein Orakelkartenset wie Soulgarden zu erschaffen?

Es war kein klarer Entschluss. Eher ein inneres Drängen. Dieses Bild vom inneren Garten war schon lange da – als Gefühl, als Landschaft, als Erfahrungsraum in meiner Arbeit als Künstlerin . Im Begleiten meiner Klientinnen habe ich dann gesehen, dass die Bilder, die ich seit Jahren unter dem Stichwort „Innere Welten“ oder „Seelengarten“ auf die Leinwand bringe auch andere berühren und unterstützen mit sich und ihrer Intuition in Berührung zu kommen. Besonders als lebendige Metaphernwelt und in inneren Reisen hilft es ihnen ihren inneren und auch äusseren Gestaltungsfreiraum zu erkennen und ihn zu erlauben. Ich habe also gesehen, wie Menschen dort innerlich ankommen, wenn sie aufhören, sich zu optimieren. Soulgarden als Orakeldeck und als Raum für Erkenntnis-und Wandelprozesse ist aus diesem Bedürfnis entstanden etwas in die Hände zu geben, das nicht führt, sondern begleitet.

Welche Rolle spielte deine Intuition bzw. deine mediale Wahrnehmung beim Gestalten der Karten?

Sie war der Ausgangspunkt. Ich würde sagen ich habe sie nicht erschaffen, sondern übersetzt und auf die Erde gebracht. Viele Bilder kamen in inneren Räumen, fast körperlich. Farben haben sich gezeigt, bevor ich wusste, warum. Worte flossen im Prozess des Zeichnens und Malens mit ein und beim Schreiben erschienen innere Bildwelten. Ich habe noch tiefer gelernt, meinem Wahrnehmen zu vertrauen – auch dann, wenn der Verstand noch keine Erklärung hatte. Die Symbolik ist oft vielschichtig, weil sie nicht „gemacht“, sondern empfangen wurde. Erst im Nachhinein habe ich verstanden, welche archetypischen oder seelischen Ebenen sich darin zeigen.

Gibt es eine Karte, die für dich eine besondere Bedeutung hat oder herausfordernd war?

Ja. Vor allem die Karten, die nichts „lösen“. Die, die Leere zeigen, Übergänge, ein Noch-nicht. Sie waren unbequem, weil sie mir keinen Halt im Tun gegeben haben. Heute liebe ich sie besonders, weil sie mich immer wieder daran erinnern: Wandlung passiert nicht durch Aktion, sondern durch Dasein. Dieses Präsent sein in seiner Essenz ist mir heute wertvoller den je.

Welche Rolle spielt Farben-, Symbol- und Bildsprache in deinem Werk?

Eine sehr wesentliche. Bilder wirken nicht über Logik, sondern über Resonanz. Farben berühren oft etwas, bevor wir wissen, was. Für Soulgarden war mir wichtig, nichts festzulegen. Die Bilder dürfen kippen, sich verändern, je nachdem, wer ihnen begegnet. Sie sind keine Antworten, sondern offene Räume der Resonanz. Sie sollen dazu anregen die Impulse der Seele wahrzunehmen.

Wie würdest du empfehlen, sich den Karten zu nähern?

Mit einer inneren Haltung von Lauschen statt Suchen. Es braucht keinen perfekten Zeitpunkt, sondern einen kleinen Moment von Präsenz. Ein Atemzug. Vielleicht eine Frage, vielleicht nur eine Stimmung. Die Karten wirken besonders kraftvoll, wenn sie nicht als Antwortmaschine genutzt werden, sondern als Gesprächspartner – etwas, das in Resonanz tritt.

Was wünschst du dir für die Menschen, die mit Soulgarden arbeiten?

Dass sie sich selbst wieder zuhören. Nicht der lauten inneren Stimme, sondern der feinen. Der, die oft übergangen wird, weil sie keinen Plan liefert. Wenn jemand nach dem Ziehen einer Karte stiller wird – dann ist schon viel passiert.

Wie nutzt du die Karten selbst im Coaching oder in Healing-Sessions?

Sehr unterschiedlich. Manchmal ganz am Anfang, um das Feld zu öffnen. Manchmal mitten im Prozess, wenn Worte zu eng werden. Die Karten helfen, etwas sichtbar zu machen, das schon da ist – aber noch keinen Ausdruck gefunden hat. Sie ersetzen kein Gespräch, sie vertiefen es. Ich nutze die Karten sehr intuitiv. Sie kommen in der systemischen Aufstellungsarbeit genau so zum Einsatz wie als Impulsgeber bei intuitiven Kreativkursen. In einer Mentoring-Session mache ich manchmal gezielt ein Bild-Impuls-Reading um das Feld für neue Perspektiven und Möglichkeiten zu öffen. Die Karten sind dabei stets eine Brücke zur eigenen inneren Wahrheit und geben keine Antworten vor noch sagen sie voraus was geschehen wird. 

Verändert das die Tiefe oder Richtung einer Sitzung?

Oft ja. Nicht dramatisch, sondern subtil. Die Karten bringen oft genau den Aspekt ins Feld, der sonst umgangen worden wäre. Das macht Gespräche ehrlicher – und meist auch weicher. Sie helfen, das Unsagbare sichtbar zu machen. Gefühle, innere Bilder oder Dynamiken, die schwer in Worte zu fassen sind, bekommen plötzlich eine Form. Dadurch wird Tiefe möglich – jenseits von Konzepten oder Erwartungsdruck.

Wie gehst du mit starkem emotionalem Widerstand um?

Ich lasse ihn da sein. Widerstand ist meist ein Schutz, kein Hindernis. Ich lade dazu ein, nichts zu interpretieren. Manchmal darf eine Karte einfach liegen bleiben, ohne bearbeitet zu werden. Allein gesehen zu werden, reicht oft schon. Erstaunlich ist oft auch: Zur rechten Zeit wird sich der Impuls wieder zeigen.

Arbeitest du mit bestimmten Legemustern?

Ich halte es bewusst einfach. Eine Karte, drei Karten, ein kleines Feld. Zu viele Strukturen nehmen dem Prozess oft die Lebendigkeit. Ich vertraue darauf, dass das Wesentliche sich zeigt, wenn Raum da ist. Nur in gezielten Bildimpulsreadings nutze ich individuell komplexere Legearten. Kürzlich hat sich eine neue Art gezeigt. In Form eines Kreises, das den zyklischen Weg im Soulgarden-Universum entspricht. Ich lade auch in meinen Begleitungen und Kursen dazu ein kreativ mit den Karten umzugehen. 

Gibt es Rituale oder Rahmenbedingungen, die du empfiehlst?

Sich bewusst Zeit und Ruhe dafür gönnen. Ein Übergang hilft. Ein Atemzug. Den Körper spüren. Vielleicht eine Kerze. Nicht als Ritual im klassischen Sinn, sondern als Signal: Jetzt wird es langsamer. 

Soulgarden ist ein stiller Spiegel – für das, was in uns wachsen will, wenn wir aufhören zu drängen und uns hingeben.

Was hat dich am meisten Mut gekostet, deinen Weg als Künstlerin und Medium öffentlich zu leben?

Mich zu zeigen, ohne mich zu erklären. Zu meiner Wahrnehmung zu stehen, auch wenn sie nicht in klassische Kategorien passt. Und darauf zu vertrauen, dass die richtigen Menschen sich davon angesprochen fühlen.

Und was nährt dich heute am meisten?

Echtheit. Tiefe Gespräche. Stille. Und zu sehen, wie Menschen aufblühen, wenn sie sich selbst wieder begegnen – oft genau in dem Moment, in dem sie aufhören, etwas werden zu wollen.

Was bietest du im Zusammenhang mit den Karten an?

Aus dieser Arbeitsweise ist auch mein Bild-Impuls-Reading Kurs entstanden – ein Raum, in dem wir lernen, Bildern zu lauschen, statt sie zu deuten. Nicht als Technik, sondern als Übung im Wahrnehmen. Für Menschen, die Bilder, Symbole und innere Landschaften als Zugang zu sich selbst – und zu anderen – nutzen möchten.

Vielen Dank für das Interview!

Kontakt zu Simona Rosser

www.atelieranomis.ch

www.flow-to-bloom.com

sr@atelieranomis.ch

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